Gewinnerin 2012: Trunz Water Systems AG. Ein Unternehmen, das mit einer vielversprechenden und einleuchtenden technischen Lösung den Markt Brasilien erobert. Die Firma hat durch ihre engagierte, pragmatische und unkomplizierte Vorgehensweise überzeugt.

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Trunz Water Systems AG

Die Trunz Water Systems AG wurde 2007 gegründet und entwickelt autarke Wasseraufbereitungsund Wasserentsalzungsanlagen für die dezentrale Anwendung in abgelegenen Gebieten. Produziert werden die Anlagen unter dem Dach der Trunz Gruppe, welche als klassischer Zulieferbetrieb mit rund 180 Mitarbeitern in der Metallverarbeitung für verschiedene Unternehmen tätig ist.

Weltweit sind heute in 35 Ländern 650 Anlagen in Betrieb, welche Sonnen- und Windenergie nutzen, um verschmutztes Wasser zu sauberem Trinkwasser aufzubereiten. Zu den Zielkunden gehören vor allem Dorfgemeinschaften, Schulen und Spitäler in Entwicklungs- und Schwellenländern. In Venezuela wurden seit der Gründung im Auftrag der Regierung 200 Anlagen in Betrieb genommen. Besonders in ärmeren Regionen in Südamerika besteht hier Nachholbedarf, weil der Druck auf die Regierungen in Bezug auf die Infrastrukturentwicklung im Rahmen der Milleniumsentwicklungsziele der UNO zunimmt.

Pilotprojekt Brasilien
Im Jahr 2009 wandte sich das Unternehmen an den Schweizer Exportförderer Osec, um einen Händler für den brasilianischen Markt zu suchen. Im Nordosten Brasiliens leiden vor allem abgelegene Dorfgemeinschaften unter einer unzuverlässigen oder nicht vorhandenen Infrastruktur mit mangelhaftem Zugang zu Wasser oder Strom. Natürliche Wasserquellen sind oft salzhaltig und Flüsse weisen ein hohes Risiko für Krankheitserreger auf. Im Gegenzug verfügt die Region über eine  ideale Sonneneinstrahlung, um erneuerbare Energie als Stromquelle für den Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen zu nutzen. Zudem bietet der aufstrebende Markt ein politisch stabiles Umfeld und das Interesse an nachhaltigen Energien ist gross.

2010 wurde das Pilotprojekt ausgearbeitet, die Finanzierung gesichert und im Jahr 2011 in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Firma Ecogeo und der Schweizer Agentur Repic ausgeführt. Unter klimatisch anspruchsvollen Bedingungen wie Hitze und Feuchtigkeit wurden Funktion und Bedienung der Anlagen erfolgreich getestet.

Das immense Geschäftspotenzial in dieser Region, die Nähe zum Kunden sowie die hohen Zollgebühren bewogen das Unternehmen dazu, mit einer eigenen Niederlassung den Vertrieb und die Endmontage der Geräte in Brasilien voranzutreiben. Aus dem Pilotprojekt ergaben sich konkrete Kontakte zu Interessenten, und Ende 2011 gründete Trunz mit Ecogeo ein Joint Venture. Im Jahr 2012 ist eine eigene Verkaufsorganisation geplant. Zudem soll die Montage mit drei Technikern innert fünf Jahren vor Ort erfolgen. Ziel ist es, bis dann 300’000 Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Mit Sonne und Wind zu sauberem Wasser
Die unterschiedlich grossen mobilen Anlagen kosten zwischen CHF 10‘000 und CHF 200'000, haben eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren und können pro Tag bis 100'000 Liter Wasser reinigen, das je nach Verschmutzung mittels Ultrafiltration oder Umkehrosmose und ohne chemische Zusatzstoffe von Verunreinigungen wie Viren, Bakterien und Salz befreit wird.

Ralph Hangartner, CEO Trunz Water Systems AG, sagt dazu: «Im Nordosten Brasiliens ist der Zugang zu Trinkwasser zwar gut, aber das Wasser in den küstennahen Gebieten ist oft von Meersalz oder der Landwirtschaft verunreinigt.» Die Anlagen haben im Vergleich zu mit Diesel betriebenen Aufbereitungsanlagen höhere Investitionskosten, stossen aber durch das starke Interesse an nachhaltiger Energie und dank den geringen Betriebskosten durchaus auf Interesse.

Konkrete Anfragen sind bereits vorhanden. Die Aufbereitung von 1'000 Liter Meerwasser verbraucht nur 2 Kilowattstunden Energie.

www.trunzwatersystems.com

 

Gewinner Export-Award 2012: Trunz Water Systems AG
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